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Karsten Lessing und Christoph D Minke sind geehrt worden

Der Große Preis der Wirtschaft des Unternehmerverbandes Norddeutschland/Mecklenburg-Schwerin e.V. ging in diesem Jahr an Karsten Lessing und Christoph Minke.

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14. April
Freitag 15:00

Heinrich Schütz: Lukas-Passion - Eindringlich und meditativ

Höhepunkt der Passionszeit, in der an das Leiden und Sterben von Jesus Christus gedacht wird, ist alljährlich der Karfreitag. Auch wem vielleicht der sonntägliche Gottesdienst der Christen nicht so geläufig ist, dem würde doch auffallen, dass der Karfreitagsgottesdienst viel einfacher, ja geradezu karg gefeiert wird: Die Glocken schweigen, den Altar schmücken weder Blumen noch Kerzen, man hört und singt kein Halleluja.

Die Sterbestunde Jesu wird am Nachmittag begangen. Das Neue Testament, der zweite Teil der Bibel, beschreibt in den vier Evangelien das Geschehen am Kreuz. Demnach soll Jesus von Nazareth um drei Uhr nachmittags gestorben sein.

Einer der vier Evangelisten ist Lukas. Sein Evangelium zeichnet sich durch besondere Bildhaftigkeit aus. Zum Beispiel ist nur in seinem Evangelium die berühmte Weihnachtsgeschichte mit den Hirten und Engeln und dem Kind in der Krippe im Stall zu Bethlehem zu finden.

Seine Version der Kreuzigung ist dagegen vergleichsweise weniger bekannt. Durch die berühmten aufwändigen Vertonungen der Johannes- und der Matthäuspassion besonders von Johann Sebastian Bach sind deren Sichtweisen viel weiter verbreitet.

Heinrich Schütz (1585-1672), also ungefähr 100 Jahre vor Bach, ging einen ganz anderen Weg: die drei Passionen, die er komponierte, bieten lediglich unbegleitete Solostimmen und einen vierstimmig agierenden Chor auf. Man hört sich ein und vernimmt den Text dadurch umso eindringlicher; mehr auch, als wenn er einfach lesend vorgetragen würde. Außer einer Einleitung und einem Schlusschor gibt es keinen weiteren Text außer dem des Evangeliums selbst. Evangelium heißt wörtlich übersetzt „frohe Botschaft“. Nur weil die Geschichte von der Osterperspektive aus erzählt wird, kann sie in ihrer Düsternis eine frohe, tröstende Botschaft werden. Ostern ist dabei nicht einfach ein „Happy End“, sondern eine Bestätigung des Glaubensweges, denn Jesus Christus konsequent gegangen ist.

Von Schütz ist überliefert, er hätte eine bestimmte Tonart gewählt, weil im Lukasevangelium der Gottessohn ein so freundlicher Herr sei. So leuchtet durch die Musik das Licht wie durch ein farbiges Kirchenfenster, aufgebrochen, doch das Dunkel erhellend.

Der Kirchenchor St. Laurentius Schönberg trägt die Lukaspassion von Heinrich Schütz im Gottesdienst am Karfreitag, den 14. April 2017 um 15 Uhr in der Schönberger St.-Laurentius-Kirche vor. Solisten sind Christoph D. Minke (Evangelist) und Thomas Klebig (Jesus).

Kirchenchor St.-Laurentius Schönberg

Ort: St.-Laurentiuskirche Schönberg

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