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Grußwort der Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV, Birgit Hesse

Grußwort der Kulturministerin Brigit Hesse zum Schönberger Musiksommer 2018

Liebe Musikbegeisterte,

wenn es im Sommer heißt „Schönberg spielt auf“, dann zeigt sich das Programm dieses Festivals ganz im Geiste der schönsten Jahreszeit: blumenwiesenbunt und sonnenstrahlenwarm.
Ob Sie nun im Juni „Alte Musik mit jungen Gefühlen“ beleben lassen, im Juli der „Russischen Seele“ nachspüren oder im September Ihrer „Romantischen Sehnsucht“ erliegen – in diesem Heft wird jeder und jede eine Darbietung finden, die nicht nur bis in die lauen Nächte, sondern auch im Herzen nachklingt. Zwischen klassischen Tönen von Harfe oder Klavier und kernschmelzendem Crossover können Sie die vielen Seiten und Saiten des Schönberger Musiksommers entdecken.

Für mich immer wieder das Besondere: Auch an die Jüngeren und Jüngsten richtet sich das Programm. So süß wie „Die Marzipanpiraten“ beim SOS-Kinderkonzert hat sicherlich noch kein Seeräuber geentert, und das Jugendkonzert verspricht mit dem Titel „Lebenslänglich frohlocken“ ein nachhal(l)tiges Unterfangen zu werden.
Die Partnerschaft mit der Amadeu Antonio Stiftung und den SOS-Kinderdörfern ist eine nicht mehr wegzudenkende Säule des Musiksommers. Beiden danke ich für Ihr Engagement – genauso wie den vielen anderen Förderern und den zahlreichen Menschen, die sich ehrenamtlich für das Zustandekommen eines erneut grandiosen Festivals einsetzen.

Ich wünsche Ihnen allen einen Sommer voller musikalischer und zwischenmenschlicher Begegnungen in der St.-Laurentius-Kirche & dem Schönberger Musiksommer eine strahlende 32. Saison.

Birgit Hesse
Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV

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14. April
Freitag 15:00

Heinrich Schütz: Lukas-Passion - Eindringlich und meditativ

Höhepunkt der Passionszeit, in der an das Leiden und Sterben von Jesus Christus gedacht wird, ist alljährlich der Karfreitag. Auch wem vielleicht der sonntägliche Gottesdienst der Christen nicht so geläufig ist, dem würde doch auffallen, dass der Karfreitagsgottesdienst viel einfacher, ja geradezu karg gefeiert wird: Die Glocken schweigen, den Altar schmücken weder Blumen noch Kerzen, man hört und singt kein Halleluja.

Die Sterbestunde Jesu wird am Nachmittag begangen. Das Neue Testament, der zweite Teil der Bibel, beschreibt in den vier Evangelien das Geschehen am Kreuz. Demnach soll Jesus von Nazareth um drei Uhr nachmittags gestorben sein.

Einer der vier Evangelisten ist Lukas. Sein Evangelium zeichnet sich durch besondere Bildhaftigkeit aus. Zum Beispiel ist nur in seinem Evangelium die berühmte Weihnachtsgeschichte mit den Hirten und Engeln und dem Kind in der Krippe im Stall zu Bethlehem zu finden.

Seine Version der Kreuzigung ist dagegen vergleichsweise weniger bekannt. Durch die berühmten aufwändigen Vertonungen der Johannes- und der Matthäuspassion besonders von Johann Sebastian Bach sind deren Sichtweisen viel weiter verbreitet.

Heinrich Schütz (1585-1672), also ungefähr 100 Jahre vor Bach, ging einen ganz anderen Weg: die drei Passionen, die er komponierte, bieten lediglich unbegleitete Solostimmen und einen vierstimmig agierenden Chor auf. Man hört sich ein und vernimmt den Text dadurch umso eindringlicher; mehr auch, als wenn er einfach lesend vorgetragen würde. Außer einer Einleitung und einem Schlusschor gibt es keinen weiteren Text außer dem des Evangeliums selbst. Evangelium heißt wörtlich übersetzt „frohe Botschaft“. Nur weil die Geschichte von der Osterperspektive aus erzählt wird, kann sie in ihrer Düsternis eine frohe, tröstende Botschaft werden. Ostern ist dabei nicht einfach ein „Happy End“, sondern eine Bestätigung des Glaubensweges, denn Jesus Christus konsequent gegangen ist.

Von Schütz ist überliefert, er hätte eine bestimmte Tonart gewählt, weil im Lukasevangelium der Gottessohn ein so freundlicher Herr sei. So leuchtet durch die Musik das Licht wie durch ein farbiges Kirchenfenster, aufgebrochen, doch das Dunkel erhellend.

Der Kirchenchor St. Laurentius Schönberg trägt die Lukaspassion von Heinrich Schütz im Gottesdienst am Karfreitag, den 14. April 2017 um 15 Uhr in der Schönberger St.-Laurentius-Kirche vor. Solisten sind Christoph D. Minke (Evangelist) und Thomas Klebig (Jesus).

Ort: St.-Laurentiuskirche Schönberg

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