I. Freitagsorgel „3x3“

Felix Mendelssohn Bartholdy, Johann Sebastian Bach, César Franck
KMD Christoph D. Minke an der historischen Winzer-Orgel

Die freitagsOrgel im 33. Schönberger Musiksommer experimentiert in besonderer Weise mit der „3“.

Zwei Dreien in der Zählung der Musiksommer, Quersumme 6, Potenz 9 … Drei Kompositionen dreier Komponisten stehen jeweils auf dem Programm der drei freitags-Orgel-Konzerte, also insgesamt neun, und auf den ersten Blick scheint es, als hätte es man an allen drei Abenden mit demselben Konzertprogramm zu tun. In Teilsätzen gezählt haben die Konzerte jeweils sechs Sätze: Praeludium, Fuge, schneller Triosatz, langsamer Triosatz, schneller Triosatz, Choralfantasie.

Im Zentrum der dann doch drei unterschiedlichen Programme steht jeweils ein dreisätziges dreistimmiges Werk, nämlich eine der berühmten sechs Triosonaten Johann Sebastian Bachs. 6 = 2 x 3 deutete zu Bachs Zeiten eine u.a. didaktische Zielstellung eines Zyklus an. So wurden diese Triosonaten bereits zu Bachs Lebzeiten verstanden. Dabei sind sie musikalische Kostbarkeiten, bei deren praktischer Ausführung man deren technische Schwierigkeiten nicht anhören darf.

Die Veröffentlichung sowohl der Drei Praeludien und Fugen für Orgel op. 37 von Felix Mendelssohn Bartholdy als auch der Drei Choräle, dem Spätwerk von César Franck, hatten durchaus im Sinn, die Möglichkeiten dieser Gattung bzw. selbsterdachter Form aufzuzeigen. Der Bezug zum Bach’schen Werk wird dabei deutlich, die Präzision ihrer Ausarbeitung und ihre kreative Eigenständigkeit lässt sie zu Meisterwerken werden.

Die Schönberger Winzer-Orgel ist 162 Jahre alt, begleitet also schon mehr als 1/5 der 800 Jahre Schönbergs unsere musikalischen Seelen.

Ort: St.-Laurentiuskirche Schönberg

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