Masel Tow!

Masel Tow!

Wir bekommen Gäste: Der Chor der Jüdischen Gemeinde Schwerin besucht unsere Gemeinde am Dienstag, den 30. Oktober 2018. Neben dem Kennenlernen der Musik, die der Chor mitbringt, geht es auch um das gegenseitige Kennenlernen zwischen den Sängerinnen und Sängern und uns Zuhörerinnen und Zuhörern. Darum laden wir nicht nur zu einem Konzert ein, sondern auch zum gemeinsamen Kaffee-Trinken. Diese viele Sinne anregende Begegnung beginnt im Katharinenhaus um 15 Uhr.

Der Name des Chores, „Masel Tow“ ist dabei Programm. „Masel Tow!“ ruft man immer dann, wenn eine Gratulation angebracht ist. Bei vielen festlichen Anlässen hört man es, so zum Beispiel bei Hochzeiten, nach einer Preisverleihung oder bei einer Bar Mizwa, dem Ritual zum Erwachsenwerden. Das jiddische „Masel“ oder das hebräische „Masal“ kommt von Stern, Schicksal, Planet, Himmelszeichen. Die Menschen in der Urzeit dachten, ihr Glück läge in den Sternen. Wir alle kennen heute die deutsche Entlehnung, dass jemand etwas „vermasselt“ hat. „Tow“ oder auch „toft“ bedeutet gut, schön, lieblich, glücklich, groß, fröhlich. Zusammengesetzt ergeben beide Bestandteile den meist benutzten jüdischen Glückwunsch überhaupt.

So wollen wir uns anstecken lassen von der Begeisterung des Chores, der vor 20 Jahren zunächst als allgemeines kulturelles Angebot für die Mitglieder der Jüdischen Gemeinde in Schwerin gegründet wurde. Bald wurde er zum festen Bestandteil des gottesdienstlichen Lebens. Entsprechend weit gefächert ist das Repertoire des derzeit knapp 20 Mitglieder umfassenden Ensembles: Liturgische Werke von Louis Lewandowski und Felix Mendelssohn-Bartholdy zählen ebenso dazu wie Volkslieder in Jiddisch, Hebräisch und Russisch. Heute liegt die Leitung in den Händen von Tatjana Peters. Der Chor versteht sich als Botschafter jüdischen Lebens in unserem Bundesland, daher sind die menschlichen Begegnungen so wichtig. Lassen Sie sich also herzlich zu diesem Nachnmittag einladen!

Ort: Katharinenhaus

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