Reframing The Moon – Clara Haberkamp Trio

Clara Haberkamp (Klavier), Oliver Potratz (Bass), Jarle Vespestad (Drums)

Clara Haberkamp war schon zweimal bei uns in Konzerten zu erleben, und wir freuen uns, an ihrer weiteren Entwicklung teilhaben zu können.

Mit ihrem neuen Album "Reframing The Moon" vertieft sie ihre Ausdruckskraft noch weiter, ihre „weltweit vielleicht einzigartige Fähigkeit, produktive Zweifel in sinnlichen Klang zu übersetzen“ (Wolf Kampmann), findet nun in einer extrem gelösten Weise in ihren Kompositionen und Improvisationen ihre Fortsetzung. Dabei kann man das Clara Haberkamp Trio kaum mit anderen ähnlich besetzten Formationen vergleichen.

„Die Berlinerin hat von Anfang an unbeirrbar ihren eigenen Weg eingeschlagen. Eine Künstlerin, die mit offenen Sinnen durch die Welt geht, saugt sie tausenderlei Eindrücke auf, die sie für sich selbst verarbeitet und im Fundus ihrer Imaginationen ablegt, um sie bei Bedarf abzurufen. Sie wirft allen Ballast ab und konzentriert sich aufs Wesentliche. Was gesagt werden muss, wird gesagt, alles Übrige darf und soll ungesagt bleiben. Anstatt alle Wege auf einmal zu gehen, wählt sie in jedem Stück eine klar umrissene Wegstrecke aus, der sie wie nach einer Landkarte folgt.

Diese Beschränkung aufs Wesentliche ist auf dem Album und im Konzert definitiv auch eine Trioleistung. Schlagzeuger Lukas Akintaya ist der ruhende Pol der Troika. Man muss ihn nicht immer hören, um ihn trotzdem in jedem Augenblick zu spüren. Auch Bassist Oliver Potratz strahlt die Ruhe eines hungrigen Routiniers aus, der immer das konkrete Ziel im Auge behält. Seine Liebe zum Detail geht weit ins narrative Risiko, ergibt aber im Gesamtkontext mit beeindruckender Zuverlässigkeit immer Sinn. Ergebnis dieser gemeinsamen Gelassenheit ist eine spontane Eleganz und immanente Elastizität. Die Dichte der Intentionen wird am Ende so stark, dass man sich beim Hören gar keine Gedanken mehr machen muss, wer im Trio welchen Anteil am Rausch der Ereignisse hat.

Gibt es ein Synonym für Magie? Zauber, Verve, Kraft, Wucht, Charme … nichts davon trifft auch nur annähernd den beseelten Sog von dieser Musik. Kraft ihrer unverstellten Emotionalität brauchen Clara Haberkamp, Oliver Potratz und Lukas Akintaya weder Pinsel noch Worte, um allein durch die volle Konzentration auf den Sound aus ihren Kompositionen Bilder, Gedichte und Choreografien zu machen.” (Wolf Kampmann)

MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG DER FIRMA MEBAK SCHÖNBERG UND DEM PIANO-HAUS KUNZE, SCHWERIN.

Ort: St.-Laurentiuskirche Schönberg

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