Stummfilm mit Livemusik - „Sinfonie einer Großstadt“

(Deutschland 1927, Regie: Walter Ruttmann)
Musik live: Veronika Otto, Aisha Otto und Pablo Otto (Violoncello, Gesang, Pferdekopfgeige, Obertonsounds, Percussion)

Nun ist Schönberg wahrlich keine Großstadt, aber eine Sinfonie stünde ihr gut an, zumal der Lärm zuweilen durchaus großstädtische Beschaffenheit erlangt. Als der Schönberger Musiksommer seinen Spielbetrieb begann, inszenierte er seinerzeit die neu eröffnete Baustelle St.-Laurentius-Kirche. Das war, bevor Berlin Bundeshauptstadt wurde und dann die Inszenierung von Baustellen Schönberg nachmachte... Nun erleben wir den Stummfilmklassiker „Sinfonie einer Großstadt“ im Schönberger Musiksommer mit eigens für diese Aufführung entwickelter Musik. Zum Einsatz kommen klassische Instrumente wie Cello, Percussion-Instrumente, Gesang von Jodeln bis zu Obertonsounds und Weltmusik-Instrumente wie Pferdekopfgeige. Familie Otto entführt uns in eine historische Großstadt gleichermaßen wie in eine neue akustische Welt.

Eine Beziehung hat indes der Film zu Mecklenburg: der am Anfang gezeigte „Anhalter Bahnhof“ in Berlin war eine Ingenieursleistung des aus Perlin stammenden als Schriftsteller bekannten Heinrich Seidel...

Der Film lebt von bewussten Be- und Entschleunigungen und seinen für damalige Verhältnisse kurzen Schnitten. Er erzählt und beleuchtet einen Tag vom Erwachen bis zum Abend und erlaubt Einblicke in die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der damaligen Zeit.

Ort: St.-Laurentiuskirche Schönberg

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