Wir sind im Mai, und bereits im Mai gibt es einen Auftakt zum 36. Schönberger Musiksommer. Im Schönberger „Orpheum“ wird das von den teilnehmenden Gymnasiast*innen des Wahlpflichtfaches Musikbusiness organisierte Konzert mit Kammermusik und Rap steigen. In Zusammenarbeit zwischen dem Schönberger Musiksommer und dem Ernst-Barlach-Gymnasium sowie einigen externen Lehrkräften entstand dieses deutschlandweit beachtete Projekt und kommt somit zu einem festlichen Abschluss für dieses Schuljahr.

Am 19. Juni ist es dann soweit, der 36. Schönberger Musiksommer wird eröffnet! Und gleich geht es in die Vollen, denn in der ersten Musiksommerwoche erwarten wir wieder viele Kinder zu unseren Kinderkonzerten. Von Mittsommer bis kurz vor Herbstbeginn wollen wir wieder mit einem vielfältigen Programm die Musik feiern, die himmlische Gabe, die die Herzen öffnet und uns alltags wie feiertags ungeahnte Wege weist.

Wir werden schönen Stimmen lauschen sowie vertrauten und ungewohnten Klängen, erzeugt auf Instrumenten von Duduk bis zum Instrument des Jahres, dem Drumset.
Jugendliche Ensembles wie Kammerorchester und Kammerchor der Musikhochschule Lübeck, das Landesjugendorchester Mecklenburg-Vorpommern sowie die Jugendkantorei Frankfurt-Lebus geben den Ton an, während die Kammerphilharmonie Hamburg in steter Erneuerung ihr 30jähriges Bestehen feiert. Alte Musik wird erklingen, z.B. auf der 175-Jahre-alten Winzer-Orgel, Neukomponiertes wie im Even-Song und Improvisiertes wie zum Stummfilm steht ebenso auf der Agenda wie die diesjährige Ausstellung „Ortszeit III“ und schließlich das große Abschlusskonzert mit Chor und Orchester, das wir dem Andenken des verstorbenen ehemaligen Thomaskantors Georg Christoph Biller widmen.

Dienstags sind wir immer in der Kirche, an anderen Tagen auch anderswo. Wir laden herzlich ein und freuen uns auf unsere Gäste aus nah und fern.

Noch einige Informationen und Gedanken:

Wie es aussieht, werden wir in diesem Jahr hoffentlich wieder eine weitgehend "normale" Spielzeit erleben. D.h. wir können uns auf wieder ausführlichere, alle Sinnen erreichende erlebnisreiche Musiksommerabende einstellen - mit Plausch auf dem Kirchplatz in der Konzertpause bei Gebäck und Getränk, mit freier Platzwahl im ganzen Raum wie einst, mit wieder größeren Ensembles und ohne Platzbeschränkungen für unsere Gäste. Darüber freuen wir uns! Gleichzeitig haben wir gelernt, bei aller Gelöstheit aufeinander noch mehr Rücksicht zu nehmen, als wir es bereits vor der Pandemie schon taten. Wir verbinden so das Gute mit dem Guten.

Das Erschrecken über den Krieg in Europa sollte uns nicht abhalten, Gemeinschaft zu suchen und mit Musik und Kunst in eine Tiefe zu gelangen, die uns umso mehr ermöglicht, das Richtige zu erkennen und das Notwendige zu tun. Musik ist Balsam für die Seele in allen Lebenslagen, und um unsere Seelen müssen wir uns kümmern, damit wir für die Seelen anderer Menschen unser Gespür behalten.
So gesellt sich zu unserer Einladung an alle Menschen auch große Dankbarkeit, dass wir unsere Arbeit tun können; und wir tun sie mit Freude. Möge nun diese immer wieder anstecken!

Foto: Heiko Preller

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